Musik

Es war gar nicht so einfach, Mitmusiker*innen zu finden, die meine Vorstellungen umsetzen können. Nun sind wir aber mit der Wegberg City BB auf einem guten Weg. BB bedeutete ursprünglich Blues Band, weil der Blues die Musik ist, mit der wir gestartet waren. Inzwischen wurde eine Mixtur aus Blues, Chanson, Pop, Folk und Jazz daraus, deutschsprachig und mit Melodien mit Ohrwurmcharakter. 2027 werden wir das Material live präsentieren. 

 

Meine drei Soloalben und die Singles sind überall anhörbar, zum Beispiel bei Youtube, Spotify, Apple Music, Amazon Music, Itunes und so weiter. 

 

 

 

Für alle, die noch mehr lesen möchten - hier sind noch ein paar Sätze: 

Ohne Musik? Nö, geht nicht

Gestartet bin ich, wie so viele andere auch, mit dem sprichwörtlichen Blechtrömmelchen vor dem Weihnachtsbaum. Meine Eltern hatten ein paar Rock'n Roll-Schallplatten von Gene Vincent, Eddy Cochran und die ersten Elvis-Singles. So wurde ich früh mit dem Twist- und Boogie-Virus  infiziert. Und dazu habe ich dann den Rhythmus auf Töpfe und allerlei anderes Blechzeugs geklopft. Mein Vater, selbst ein begnadeter Selfmademusiker, trug damals lange Koteletten und oft eine schwarze Lederjacke. Er schenkte mir zu jedem Weihnachtsfest ein neues Musikinstrument - erst ein Xylofon, dann eine Hohner-Mundharmonika, eine Clarina, eine Melodica, später eine Gitarre. Einen Generationenkonflikt gab es nicht, wir hörten jedes neue Led-Zeppelin-Album, für das ich wochenlang mein Taschengeld gespart bzw. Oma angepumpt hatte, gemeinsam an. Vier Jahre ging ich begeistert zur musikalischen Früherziehung, erlernte das Marimbafon und spielte in der Kinderband der evangelischen Volksschule Waldniel. Ich lernte dort auch Noten schreiben und lesen. Im Gymnasium Sankt Wolfhelm entdeckte mich unser Musiklehrer, Herr Klein, für den Schulchor. Das habe ich bis heute nicht verstanden. Danach kamen dann ein paar Jahre mit Gebläse, zuletzt Horn, im Verein. Da hatte ich aber längst schon meine Liebe für die Bluesharp entdeckt, nachdem ich John Mayalls Room to move im Radio gehört hatte. Die Hohner-Blues-Harp in C, die ich mir mit 14 in Gerds Musikladen gekauft hatte, besitze ich noch. Ich nutzte jede Gelegenheit mit Gleichaltrigen zu musizieren, ob sie wollten, oder nicht. Da wir kein Geld für Verstärker oder anderen teuren Kram hatten, bastelten wir uns Lautsprecher aus alten Radios.

Von 1978 bis 1994 war ich als Berichterstatter und Fotograf auf den großen Rockfestivals im Rheinland, in Holland und Belgien. Dank guter Kontakte zu den Kollegen von der WDR-Rockpalast-Redaktion war ich oft vorne und auch hinter der Bühne mit dabei, wenn Moderator Albrecht Metzger mit seinem legendären Spruch "Tschörmen Telewischen prautli prisenz" den Startschuss für die Rocknächte gegeben hatte. Mit der Band Personal Assistants nahmen wir Anfang der 1990-er Jahre zwei Singletitel unter der Regie von Produzent Ralle Rudnik auf. Ich war damals aktiver Teil der Aachener Reggaeszene und wir spielten mit der Multikulti-Truppe Simply Dread das schöne World-Music-Album Babylon Freeze ein. Im selben Aachener Studio entstand auch wenig später die Filmmusik für einen japanischen Erotikfilm. Ab 1998 begann über einen Zeitraum von neun Jahren eine sehr kreative Zeit des Songschreibens mit dem Sänger Guido Böckem und dem späteren WDR-Fernseh- und Radioarzt Heiwi Doc Esser für die Alben und Singles deren Rockband Substyle. Ich erinnere mich noch gut daran, als mein damals zwölfjähriger Sohn Kevin begeistert rief: "Papa, hör mal, euer neues Lied läuft auf Eins Live im Radio!" 

Nach dieser Zeit bin ich immer auf- und abgetaucht. Mal mit Bluesharp im Livemusic-Pub, mal mit Congas, Bongos, Djembe, Darbuka et cetera im Biergarten. Just for Fun, wie man auf Neudeutsch sagt. Ich hatte Begegnungen mit vielen Musikern und Musikerinnen verschiedenster Stilrichtungen. Und das war es auch, was mich immer am meisten interessiert hat - die Interaktion, das Aufeinandertreffen. Oft hat es wunderbar geklappt.

 

Nachdem ich  gesundheitsbedingt eine Pause einlegen musste, werde ich 2027 mit neuen Ideen und der Wegberg City BB auf kleinere Bühnen zurückkehren.