Woher kommt die "Gabe"?

Meine Oma, die im hohen Alter starb und der ich regelmäßig die Hände aufgelegt habe, war der festen Überzeugung, dass ich diese Veranlagung von ihrem Vater geerbt hätte, der ein dörflicher Heiler war. Sie glaubte fest daran, dass es "im Blut" stecke und war froh, dass jemand diese "Blutlinie" fortführe. Denn es gäbe eine Jahrhunderte alte Familientradition, die erhalten bleiben müsse. Ich war immer eine Mischung aus Gefühls- und Kopfmensch und meine Skepsis war groß. Und oft war ich selbst erstaunt über das, was geschah. Ich habe in den vergangenen Jahren die Familiengeschichte intensiv erforscht. Vielleicht gibt es ja tatsächlich eine derartige Vererbungslinie, denn zu meinen direkten Vorfahren aus der weiblichen Linie in den Verknüpfungen mehrerer Stammbäume gehören über das Haus v. Hengebach die heilige Begga, die heilige Iduberga von Nivelles, die heilige Oda und Sankt Arnulf. Ich war nie katholisch und die Namen haben mir früher nie etwas gesagt. Aber die Genannten waren alle in diesem Bereich tätig ...