Themen

Mein Urgroßvater und sein Vater waren dörfliche Heiler. Sie legten Hände auf. Ich muss da genetisch etwas von mitbekommen haben, sagen meine Verwandten. Irgendwann habe ich es einfach akzeptiert.

 

Hochsensibilität

für mich war es sehr befreiend, als eine Psychologin mir mit den Worten: "Willkommen im Club", das Ergebnis eines Tests mitteilte, den sie zum Thema "Hochsensibilität" mit mir gemacht hatte. Das erklärte mir viele Verhaltens- und Empfindungsweisen, die ich jahrelang an mir eher seltsam und manchmal auch als störend empfand. Hochsensibel zu sein bedeutet nicht, dass man ein empfindsames Weichei ist, man reagiert nur anders auf die Um- und Mitwelt als der Rest der Menschheit. Ich bin froh, dass ich anderen Mitmenschen mit einer ähnlichen Veranlagung durch Informationen habe helfen können, sich selbst entsprechend einordnen zu können. Zu wissen, wie und warum man so ist, wie man ist, macht das Leben leichter.

Hochbegabung

Als Kind wollte ich immer so sein, wie die anderen Kinder. War ich aber nicht. Lehrer meldeten sich bei meinen Eltern und wiesen darauf hin, dass sie verschiedene auffallende künstlerische Fähigkeiten bei mir gesehen hätten, die es zu fördern galt. Da ich keine Extrawurst sein wollte, malte ich absichtlich schlecht oder gar nicht mehr, schrieb ich keine tiefsinnigen Gedichte mehr und trat aus dem Schulorchester aus und in den Fußballverein ein. In der Schule achtete ich strikt darauf, unauffällig im Mittelmaß zu bleiben. Heute finde ich es manchmal schade, wenn ich auf meinen Lebenslauf mit jahrelanger beruflicher Sucherei und andauernden biografischen Wechseln zurückschaue. Allerdings kann ich meine Erfahrungen, ähnlich wie beim Thema Hochsensibilität, weitergeben. Ich tue dies verpackt und maskiert; in einem Roman, den ich zurzeit schreibe.

Kraft- und Kultorte

"Starke Plätze", "Orte der Kraft" - ich kenne zahlreiche, regional wie überregional. Besondere Plätze haben auf mich eine große Anziehungskraft und ich erforsche sie gerne. Ihre Geschichte, ihre Bedeutung ihre Wirkung. In meinen Büchern habe ich oft darüber geschrieben.

Mittelalter

Ein klassischer Mittelalterfan war ich nie. Erst durch Buchaufträge bin ich dazu "gezwungen" worden, mich mit dem Jahrtausend zwischen 500 und 1500 zu beschäftigen. Inzwischen kenne ich mich da recht gut aus - ich kann Städte, Dörfer und alte Gebäude "lesen" und lerne täglich mehr über die Geschichte unserer Altvorderen hinzu. Dadurch kann ich die Gegenwart besser verstehen.  Früher habe ich mich auch nie mit meinen eigenen Ahnen beschäftigt, mir reichten die Lebenden. Heute macht es mir Spaß, die Orte aufzusuchen, an denen einige von ihnen gelebt haben. Über die Seite meiner Mutter gibt es eine uralte gräfliche Vorfahrenlinie, die nachweislich lückenlos bis in die Zeit der Karolinger und Merowinger zurückreicht.