Auch wenn meine Bücher sich meistens mit Themen beschäftigen, die einen Bezug zu vergangenen Zeiten haben, ist es mir stets wichtig zu betonen, dass ich so gut wie immer in meinen Texten, wenn es sich nicht gerade um Sagen und Märchen handelt, eine Verbindung zur Wissenschaft herzustellen versuche. Es beunruhigt mich, dass gerade in der "spirituellen Szene" (zu der ich mich selbst nicht zähle, in der ich aber erfahrungsgemäß oft gelesen werde) viele Menschen auf derzeit grassierende Verschwörungstheorien in Bezug auf die globale Covid-Epidemie hereinfallen. Deshalb gebe ich hier ein klares Bekenntnis zur Impfung ab. Aus meiner Sicht gibt es keine Alternativen und ich bin sehr froh, dass es fähigen Wissenschaftlern in relativ kurzer Zeit gelungen ist, wirksame Impfstoffe zu entwickeln. Ohne sie wäre die weltweite Problematik mit Sicherheit noch dramatischer. Und ich hoffe, dass die Menschheit auch in den kommenden Jahren Arzneimittel zur Verfügung haben wird, die Leben schützen und retten kann. Denn ich gehe davon aus, dass die Covid-Problematik uns über Jahrzehnte begleiten wird. Mutationen wird es regelmäßig geben, davon gehe ich aus. Es liegt an uns, wie wir damit umgehen. Es macht mich allerdings mehr oder weniger fassungslos, wenn ich einige Leute, die ich persönlich seit Jahren kenne und schätze, plötzlich von Weltverschwörungen reden und dass man den öffentlich-rechtlichen Medien, seriösen Journalisten und demokratisch gewählten Politikern und erst recht den Wissenschaftlern pauschal nicht mehr trauen könne. 

Ja, es ist offensichtlich, dass es besonders im vergangenen halben Jahr ein fatales politisches Versagen in Deutschland gegeben hat, was den Umgang mit der Krise betrifft. Dies kann aber aus meiner Sicht kein Grund dafür sein, die Demokratie als solche in Zweifel zu ziehen beziehungsweise abzulehnen, wie es derzeit einige Leute in unserem Land tun.