Der Heilige Gral - meine eigene Familiengeschichte?

Die Legende vom Heiligen Gral zählt zu den größten Mythen der Menschheitsgeschichte. Aber haben wir es hier tatsächlich nur mit einer Legende zu tun, also einer Geschichte, die über Generationen weitergegeben wurde, ohne einen wirklichen Wahrheitsgehalt zu besitzen? Dan Brown hat mit seinem Welterfolg The Da Vinci Code (Sakrileg) vor einigen Jahren große Aufmerksamkeit auf die Thematik gelenkt; vor allem auf die Vermutung, das Jesus und Maria Magdalena verheiratet gewesen seien und Kinder in die Welt gesetzt haben, deren Nachfahren auch heute noch unter uns sind. Viele Monate haben mein Bruder Jörg-Wolf Krämer und ich die alten Gralsgeschichten erforscht und uns mit den vielen Aspekten beschäftigt, die mit diesem Thema in Zusammenhang stehen. Resultat war unser Buch Der Heilige Gral - Wahres, Wahrscheinliches, Wundersames, das 2015 im Regionalia Verlag erschienen ist. Es ist ein Sachbuch, das den aktuellen Wissenstand bezüglich der verbreiteten Gralsrätsel zusammenfasst.

 

Wenn es tatsächlich stimmt, was in unserer Familie mütterlicherseits überliefert wurde, nämlich dass wir über ein brabantisches Grafengeschlecht von den Merowingerkönigen abstammen, haben wir auch einen direkten persönlichen Bezug zum Thema. Nach anfänglicher Skepsis habe ich inzwischen mehrere erhalten gebliebene Stammbäume verglichen und bin zu dem Schluss gekommen, dass es sich dabei wohl doch um mehr handelt, als nur um einen romantisierbaren familiären Mythos. Die nachverfolgbare genealogische Spur führt ins heutige Frankreich und von dort in das Britannien während der spätkeltischen Epoche. Irische Mönche haben die Stammbäume aufgezeichnet und im Hochmittelalter den Nachfahren übergeben, die sie bis heute über Generationen weiterpflegen. Es finden sich diverse christliche Heilige darunter, zum Beispiel Sankt Arnold (Arnoud, Arnulf), der Schutzpatron der Bierbrauer oder auch die heilige Begga und die heilige Chrodoara (Sainte Dode) und in den ganz alten Linien Namen von Leuten, die man aus den Artussagen kennt. Dabei handelt es sich um Stammbäume, die in väterlichen wie auch in mütterlichen Linien nachverfolgbar sind (was eventuelle Kuckuckseier ausschließt). Mir ist klar, dass so etwas ziemlich aufschneiderisch klingen kann, das möchte ich eigentlich nicht. Dennoch bleibe ich dem vermeintlichen Mythos weiterhin auf der Spur. Momentan warte ich auf das Ergebnis eines Gentestes. Das Ergebnis möchte ich dann gerne mit möglichen Verwandten mit ähnlichem Hintergrund vergleichen, falls dies möglich sein sollte.

 

 

 

Format: Gebundene Ausgabe
.... und diese Frage wird beantwortet. Da bin ich nun am Ende meiner Reise, die mir zu Beginn des Buchs vom Autorenteam versprochen wurde. Eine lange Reise durch Fakten, Überlieferungen, Wahres, Hinzugedachtes und Fehlinterpretationen der längst vergangener Jahrhunderte. Nun bin ich am Ende dort angelangt, wo schon viele Suchende vor mir waren .... die Frage ob es den Gral gibt und was er ist, ob Dan Browns "Version der Dinge" Wahrheit ist oder Fiktion, ob der Gral gar kein materielles Stück Zeitgeschichte ist, oder ob es ihn vielleicht doch gibt .... Was würde dieses Gefäss verändern, wenn sein tatsächliches Vorhandensein enthüllt würde ? Über Blutlinien und deren Herrschaft über die Menschheit kann man viel diskutieren, aber letztendlich geht es immer um Glaube, dessen Entstehung man nicht beweisen kann. Jeder entscheidet sich was er/sie glauben möchte. Vorgefertigte Religionen helfen nicht weiter, denn sie sind von Menschen gemacht und interpretiert über Jahrhunderte. Ich habe das Fazit der Autoren gleich zweimal gelesen und bin fasziniert, denn in der Summe aller Dinge ist es doch das Wichtigste jedem sein persönliches Bild eines Glaubens zu lassen. Toleranz für Andersgläubige .... ein Thema, das gerade in der heutigen Zeit umso mehr Bedeutung erlangt im Hinblick auf die sich weltweit gegeneinander auflehnenden Religionen. Wer hat Recht, wer liegt falsch ? Eine zentrale Frage, die niemals aus einem vorgefertigten Denk-und Glaubensdiktat heraus beantwortet werden kann. Ich habe meine ganz persönliche Religion und das Thema "Gral" ist ein zentrales Element meines "Glaubens". Wichtig ist aber, dass dieses Buch nicht versucht die Wahrheit zu finden über den wahren und richtigen Glauben, sondern zusammfasst, was es zu bedenken gibt, wenn man sich dem Thema der Gralssuche nähert. Die Autoren kommen in ihrer eigenen Glaubensfrage zu einem mir sehr bewussten Ergebnis. Vielen Dank für die wertvolle Reise. Die letzten Gedanken dieses Buches werden mich noch eine Weile beschäftigen. 
Bewertungen unserer Kunden (auf thalia.de)
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von mammuti - 03.05.2017
einfach nur gut.. die krämers wie man sie kennt!